eva muellers visionary sunday post 639 – kunst in der stadt

Jetzt geht es wieder nach draussen. Zeit zum bummeln, Kaffee trinken, auf einer Wiese sitzen. Und dabei Kunst erleben. In Essen hat das Museum Folkwang gemeinsam mit dem Team MAP von Markus Ambach viele schöne Begegnungsorte geschaffen.

„Ohne die Mitwirkung der Kunst sind die wichtigsten Fragen des sozialen Lebens unlösbar“ meinte Karl Ernst Osthaus. Glücklicherweise zeigte die Industriellenfamilie seiner Mutter Verständnis dafür, dass er weder Banker wie sein Vater, noch Kaufmann werden wollte. Seine Grosseltern vererbten ihm ein Vermögen. Mit dem er zu einem der bedeutendsten Kunstförderer in Deutschland wurde. Er holte Künstler:innen ins Ruhrgebiet, gab ihnen Aufträge, stiftete eine Schule, plante Stadtbezirke – und gründete das Folkwang Museum, eine Institution von Weltrang.

Mit dem Festival „Folkwang und die Stadt“ führt das Museum diese Freude an Initiativen fort. Man begegnet beim Rundgang künstlerischen und sozialen Projekten, die mit vielen Beteiligten entstanden. Studierende stellen ihre Werke vor. Museumsstücke wandern in den Stadtraum. Performances beleben Plätze. Eine Verkehrsinsel verändert ihr Gesicht und wird zum Treffpunkt. Wer mag, kann sich an einer Ideenwerkstadt für die Stadt der Zukunft beteiligen.

Wenn Sie in der Gegend sind, nutzen Sie doch dieses wunderbar vielfältige Angebot!
We want you – ist zwar der Titel einer Plakatausstellung im Folkwang Museum, passt aber auf jeden Fall auch hier!

Ein frohes Pfingstwochenende für Sie,
wünsche ich Ihnen von Herzen,
Ihre Eva Mueller

 

 

Abb. links: Wo sich Bewohner:innen am Weberplatz mit Obdachlosen und dem Kulturklientel der Kreuzeskirche treffen, wird gemeinsam Kunst recycelt. Die Coop atelier le balto organisiert einen Workshop, um einen Pflückgarten wieder nutzbar zu machen. Foto Katja Ilner

rechts: The Educational Complex or The Awakening Man? Fari Shams hat die Skulptur von Auguste Rodin aus dem Museum Folkwang nachgebildet. Bei ihr steht sie in der Wasserfläche Grüne Mitte in Essen. Mit einer virtuellen Brille.

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