Geistesblitze

„Der Verstand, den Menschen einsetzen, um vermeintlich kluge Entscheidungen zu treffen, ist begrenzt und macht nur einen kleinen Teil unseres tatsächlichen Wissens aus“

Milton Fisher

 

Guten Tag,

der Intuitionsforscher Milton Fisher hat herausgefunden, dass wir in einer Sekunde bis zu 11 Millionen Sinneswahrnehmungen aufnehmen. Klar, dass Entscheidungen viel zu lange dauern würden, wenn Sie bei dieser Menge an Informationen über jeden einzelnen Eindruck erst nachdenken müssten!

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor des Max Planck Instituts für Bildungsforschung, schreibt daher der Intuition, unserer unbewussten Intelligenz eine wichtige Rolle zu. Sie hilft in Not-Situationen, die unseren Verstand überfordern, intuitiv das Richtige zu tun. Manche Forscher/innen raten sogar dazu, diesen Mechanismus bewusst herbeizuführen, wenn neue Lösungen gefragt sind.

Es gibt Menschen, die sich blind auf ihre Intuition verlassen – und andere würden das nie tun (wenn sie die Zeit dazu haben, sich zu entscheiden). Dabei scheint die richtige Mischung von Denken und Fühlen der Erfolgsfaktor zu sein. Je mehr wir uns einem Thema widmen, uns mit allen Facetten beschäftigen, alle Für und Wider erwägen, alle Erfahrungen dazu reflektieren, umso eher stellt sich intutitiv die richtigen Lösung ein, wenn es darauf ankommt.

Geistesblitze sind also auch eine Belohnung für die intensive Auseinandersetzung mit einem Lebensbereich, der Ihnen besonders am Herzen liegt. Je tiefer Sie sich darauf einlassen, um so eher fließen Ihnen die richtigen Ideen zur richtigen Zeit zu!

Mit inspirierenden Gruessen

Ihre Eva Mueller

 

 

Auch in der Kunst geht es darum, intuitiv den eigenen Weg zu verfolgen und diesen mit stetiger Übung und Erfahrung auszubauen, damit etwas wirklich Originäres und Eigenständiges entstehen kann.
Der Künstler Alfred Kettmann hatte sich in seinen über 90 Lebensjahren alle grafischen Techniken angeeignet und beherrschte sie schliesslich so virtuos, dass er für seine perfekten Kompositionen nur noch wenige Pinselstriche benötigte. Seine Zeichensprache reduzierte sich dadurch immer mehr und wurde asiatischen Tuschemalereien immer ähnlicher.

Hier eine Radierung o.T. aus dem Jahr 2000 (im Rahmen 50 x 50 cm, 580 Euro).

Newsletter der Eva Mueller Kunstberatung
Ideen und Hintergrundwissen für Entscheider, inspirierende Denkanstösse für den Alltag, erfolgreiche Beispiele