Natürlich habe ich das nicht gesehen…

…so klagte ein Vorstand, als er mir von seinem Besuch auf der Biennale in Venedig berichtete. Er hatte sich ziemlich überfordert gefühlt. Wollte möglichst viele Pavillons besichtigen. Stand etwas ratlos in den einzelnen Ausstellungen. Machte den langen Weg durch die Arsenale.

Und kam zurück. Hörte von verschiedenen Leuten, ob er denn diese herausragende Inszenierung im irakischen Pavillon gesehen hätte, die ausgezeichnete Ausstellung der Briten – oder die Fotografien der afrikanischen Künstlerinnen. Und „natürlich habe ich das nicht gesehen – oder es hat sich mir nicht erschlossen“ meinte er frustriert zu mir. „Können Sie da nicht mal eine Führung machen? Selbst als kunstinteressierter Besucher versteh ich nicht mal die Hälfte von dem, was da ausgestellt ist“. 

Diese Begegnung ist nun über 20 Jahre her. Und seitdem biete ich neben meinen Projekten für Kunst in Unternehmen alle zwei Jahre exklusive Führungen zu dieser weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst.

Mit den ca. 75 nationalen Pavillons, der grossen Hauptausstellung in den Giardini und den Arsenale, den ehemaligen Werfthallen, nicht zuletzt den „Eventi collaterali“ bietet die Biennale in Venedig den umfangreichsten Überblick zur Gegenwartskunst. Es erfordert auch bei mir eine Menge Zeit für die Recherche, welche Orte sich wirklich lohnen, wo die High Lights zu finden sind, worum es den jeweiligen Künstler:innen geht. Die Ausstellungsmacher:innen stellen uns häufig ganz neue Positionen aus den unterschiedlichsten Regionen vor, die man im Kunstmarkt gar nicht kennt.

Verantwortlich für die Hauptausstellung ist zum ersten Mal ein Kurator aus Lateinamerika, Adriano Pedrosa, Direktor des Museu de São Paulo mit dem Leitthema „Foreigners Everywhere“. Er bezieht sich damit auf eine Neonskulptur des Künstlerkollektivs Claire Fontaine und die vielen Facetten, wann wir uns fremd fühlen, fremd sind – oder andere als fremd bewerten.

Biennale 2024

Freilich sollte Kunst auch ohne Worte spürbar sein. Doch Freude und Erkenntnisgewinn stellen sich doch erst so richtig ein, wenn man die Hintergründe erfährt. Und in vergnüglicher Abendrunde, bei feinem Essen und guten Gesprächen mit interessanten Teilnehmer:innen den Tag ausklingen lässt.

Wenn Sie jetzt Lust auf einen Kurzurlaub bekommen haben, der sie wirklich in andere Welten entführt, antworten Sie einfach auf diese Mail. Dann erhalten Sie die ausführliche Beschreibung mit den möglichen Daten. Es scheint auf den ersten Blick noch ein wenig früh, aber unser zentral gelegenes Hotel ist schon gut gebucht.

Nach den ersten Informationen, die hier so langsam reinpurzeln, bin ich schon sehr gespannt, was wir bei der 60. Ausgabe der Biennale Arte nächstes Jahr zu sehen bekommen!

Mit herzlichem Gruss
Ihre Eva Mueller

Sie suchen noch ein Incentive für Ihr Team, das inspiriert, beflügelt, verbindet? Sprechen Sie mich gerne an für Ihr spezielles Biennale-Programm!

Biennale

Abb.: Collin Sekajugo, Gemälde im Pavillon von Uganda
Foto: Chris Rappel

Besondere Highlights sind die Ausstellungen in besonderen Palazzi der Stadt, hier im Palazzo Palumbo Fossati.

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