Kunst am Bau Flughafen Muenchen

Kunst am Flughafen München

Der Flughafen München verfügt mit hervorragenden Werken von Prof. Stefan Huber, Alf Lechner und Keith Sonnier über eine Sammlung bemerkenswerter zeitgenössischer Kunst. Die Eva Mueller Kunstberatung wurde mittlerweile bei drei Erweiterungen des Flughafens ausgewählt einen Wettbewerb Kunst am Bau zu organisieren und zu moderieren

Wettbewerbsorganisation der Eva Mueller Kunstberatung für die Kunst am Bau

Eva Mueller organisierte jeweils die Ausschreibung der begrenzt offenen Wettbewerbe, die Begleitung der Künstler während der Entwurfsphase, die Auswahl der Jurymitglieder, Einberufung und Moderation der Jury, Dokumentation des Wettbewerbs. Im Nachgang betreut sie auch die Ausführung der Massnahmen.

Vorgaben des Leitfadens Kunst am Bau und Umsetzung am Flughafen München

Bei öffentlich geförderten Projekten ist der Leitfaden “Kunst am Bau” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung” anzuwenden. Danach kommt diesen “eine baukulturelle Verantwortung und Vorbildfunktion zu. (…) Ihre Bauwerke sollen (…) das baukulturelle Niveau und Verständnis in unserem Land widerspiegeln und nationale Visitenkarte sein. Kunst am Bau ist ein Element von Baukultur, das deren Qualität und Ausdruckskraft mitprägt. (…)

Die Eva Mueller Kunstberatung verfügt über genaue Kenntnisse zum Leitfaden und achtete auch bei der Wettbewerbsorganisation und Betreuung der Kunst am Bau Flughafen München besonders darauf, dass sich künstlerische Idee und Umfeld ergänzen. “Der Orts- und Objektbezug der Kunst am Bau trägt dazu bei, Akzeptanz und Identifikation der Nutzer mit ihrem Bauwerk, sowie in der Öffentlichkeit zu stärken, Aufmerksamkeit herzustellen und Standorten ein zusätzliches Profil zu geben.“ Dies ist am Flughafen München gelungen!

Preisträgerin Inge Dick

Das Projekt „Lichtzeiten“ von Inge Dick ist ein filmischer Zyklus, der die Lichtfarben der vier Jahreszeiten darstellt. Ihr gelingt damit eine besondere Form der künstlerischen Dokumentation Licht zu visualisieren und seine chromatische Subtilität zu erschließen.

Jeweils im Frühling, Sommer, Herbst und Winter wird eine Digitalkamera auf eine weiße Fläche in einem weißen Raum gerichtet und zeichnet drei Tage lang die Veränderungen der Lichtfarbe auf, die sich durch den Rhythmus der Tageszeiten und den Einfluss der Natur ergeben. So dient eine schlichte weiße Fläche als Bühne, auf der sich das Tageslicht in all seinen Schattierungen, Intensitäten und in einem überwältigenden Farbenreichtum darstellt.

Das umfangreiche digitale Filmmaterial bildet die Basis für den nachfolgenden künstlerischen Auswahlprozess, aus dem die Film-Stills der einzelnen Jahreszeiten entstehen. Einzelne Farbsequenzen werden ausgewählt und in einem vertikalen Streifenraster chronologisch aneinandergereiht, um unserem Auge den Vergleich der unterschiedlichen Farbnuancen zu erlauben.

Die Uhrzeiten der Aufnahmen werden anhand der Timecodes auf den Farbstreifen vermerkt, somit ist diesen Bildern die Zeit und auch die Vergänglichkeit eingeschrieben.

Jede Zeiteinheit hat ihre eigene Farbsequenz, jeder Augenblick erzeugt sein eigenes Bild und besitzt seine eigene Schönheit.

Inge Dick

Die Anmutung, das Konzept und die stimmungsvolle Ausstrahlung des Projektes „Lichtzeiten“ überzeugte die Jury einstimmig in ihrer Entscheidung. Hier kommen alle Vorteile der Entwürfe zum Tragen. Die emotionale Ausstrahlung und schöne Atmosphäre, die durch die Werke geschaffen wird, kommt in den Wartebereichen gut zur Geltung.

Die Betrachter/innen können die Zeitangaben aus der Nähe betrachten und verstehen. Im Ausgleich zu den vielen visuellen Eindrücken im Flughafen zentrieren die Werke mit ihrer ruhigen Ausstrahlung. Sie sind ohne Erklärung international verständlich, wecken positive Assoziationen und Emotionen – und lassen zudem ein aussergewöhnliches und intelligentes Konzept erkennen.

Preisträgerin Prof. Dorothea Reese-Heim

In den Fluggastbrücken überzeugte Dorothea Reese-Heim mit transparenten, fliegenden, schwebenden Formen aus transparenten Materialien, Glasscheiben und Glaskörpern, montiert auf eloxierten Metallbögen oder Metallgerüsten. Klare einfache Formen werden umspielt mit linearen Gerüsten. Sonnenscheiben, Kometenschweif, Asteroiden, Lichttrichter, Polygone, Turmbau nehmen den Luftraum ein.

Die wirklich raumgreifenden Installationen schaffen ganz neue Raumerfahrungen für die Fluggäste, die sich gerade zum Flieger begeben – oder ankommen. Wie bei Asteroiden oder Kometen ziehen kleine Trabanten ihre Kreise, ermöglichen immer neue Perspektiven, je nach Standpunkt. Die Form der Polyeder faszinierten schon in der Antike. Von Luca Pacioli bis Albrecht Dürer und Leonardo da Vinci, über Johannes Kepler bis zu Wladimir Tatlin, sie alle zeichneten oder beschäftigten sich mit den Raumkörpern. Ihre Bedeutung für Wasser, Erde, Luft, Feuer und den Kosmos bzw. Äther ist unbestritten.

Mit ihrem Turmmotiv nimmt Reese-Heim einen weiteren menschlichen Versuch zur Überwindung der Erdenschwer auf. In allen Jahrhunderten haben die Menschen Türme gebaut. Von Sehnsüchten wie Babylon, Orientierung wie Leuchtturm von Alexandria, Minarette, Pagoden, Stupas usw. bis zum CN Tower in Toronto und der Burj Khalifa in Dubai. Türme kennzeichneten auch die Weltausstellungen: Tatlin-Turm zur Monument der Dritten russischen Internationale 1920 oder der Eiffelturm in Paris Weltausstellung 1889.

Mit ihren Sonnenscheiben, die ein beträchtliches Ausmaß hatten, erinnert die Künstlerin an die Kunst der Azteken. Sie stehen für die Vorstellung von 4 Weltzeitalter. Demnach würden wir uns im fünften Zeitalter befinden. Das fünfte Element ist die Leere. Passend zum Thema Reisen erfahren wir im übertragenen Sinne die Offenheit für Neues.

Dorothea Reese-Heim

Die Jury überzeugte einstimmig die ausgefeilte und intelligente Gesamtkonzeption. Jede der 6  Fluggastbrücken erhält ein ganz eigenständiges Gesicht erhält –  im schlüssigen Kontext der weiteren Installationen .

Der Bezug zum Thema Fliegen und zur Kunstgeschichte ergibt sich ohne grosse Erklärung auch aus den unterschiedlichen Nationalitäten und Vorkenntnissen. Die dreidimensionalen Elemente antworten auf die Gegebenheiten und lösen mit ihrer ausgreifenden Dynamik die gestellte Aufgabe bravorös.

Den entscheidenden Ausschlag für diese Vorschläge gab , dass hier wirklich die ganzen Räume bespielt wurden und so verschiedenste Perspektiven auf die Werke immer wieder neue, interessante Einblicke ergeben.

Preisträger Klaus Staudt

Die im Raster angeordneten, den Paneelen vorgelagerten drei unterschiedlichen plastischen Strukturen, stehen in Korrespondenz und ästhetischen Ergänzung zur Transparenz zum Weiß und zum Licht, die die Architektur des Terminals charakterisieren.

Fluggäste bewegen sich im gegenüberliegenden Korridor des Terminal 1 mit seiner Glasfassade. Sie erleben ein klassisches Triptychon. Auf den Brücken, im Übergang zum neuen Gebäude erhalten sie einen ersten Eindruck des neuen Terminal 1.

Süd- und Nordwand rhythmisieren dieses Geschehen des permanenten Kommens und Gehens, die Mittelwand dagegen wirkt als Ruhepol. Form-, Farb- und Schattenbewegungen erleben die Fluggäste als ästhetisches Ereignis, das zum stillen Erlebnis und/oder zum motivierenden Fortbewegen animiert.

Die Entwürfe sind so konzipiert, dass sie von den Fluggästen beim Vorbeigehen zum visuellen und ästhetischen Erlebnis werden.

Klaus Staudt

Als einer der herausragenden Vertreter konkret-konstruktiver Kunst führt Klaus Staudt in seinem Entwurf die Architekturprinzipien des Münchner Flughafens fort. Der Vorschlag entspricht den Themen des Terminal 1 mit einer lichten, vorwiegend weiss gehaltenen Fassade.

Klaus Staudts Werk überzeugt, da er weit über die Wiederholung einfacher Formen immer wieder überraschende Elemente einfügt. Es entstehen poetische Formen, die Offenheit und Transparenz vermitteln. Die plastischen Objekte auf der Fassade erhalten einen besonderen Reiz durch ihre angedeutete Dreidimensionalität, je nach Lichteinfall und Schattenwurf.

An diesem quirligen Ort vermitteln die Arbeiten Staudts Stille, Konzentration, Präzision.

Preisträgerin Ulrike Heydenreich

Mit ihren drei Installationen greift die Künstlerin Ulrike Heydenreich wesentliche Leitmotive des Münchner Flughafens auf:

Der Kompass ist das klassische Instrument, präzise alle Himmelsrichtungen zu bestimmen. Die Kompassnadel, die sich stets in Richtung des magnetischen Nordpols einpendelt, ist in unser ikonografisches Gedächtnis eingeschrieben als ein Symbol naturgesetzlich verlässlicher, technischer Orientierung. Die Gewissheit über den eigenen Weg verbindet sich zudem mit der Gewissheit eines inneren Kompass‘.

Hochgebirgspanoramen
Das Gefühl der Erhabenheit, das schon die Romantiker mit Gebirge verbanden, stellt sich heute insbesondere über den Anblick unberührter Gipfelketten beschneiter Berge ein – alpine Gipfel, unberührtes Neuland, scheinen in ihrer Höhe und Weite dem Himmel nah. Künstlerisch geht es nicht um die konkrete Verortung, sondern um die Herstellung einer ästhetischen Aura mit den Mitteln von Collage und Inszenierung. Die Realisierung im Rund macht Weite in höchstem Maß sinnlich erfahrbar, nutzt das mit der Romantik gewonnene Sehen und stellt es doch zugleich in die gegenwärtige technische Welterfassung. Vorlagen sind Schwarzweiß-Fotografien aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Das Material verstärkt die überzeitliche Anmutung.

Topografische Karten bieten eine zunächst zweidimensionale Darstellung von Landschaft, entwickelt und lesbar für alle Kontinente und deren neuzeitliche Kulturen. Karten zählen seit den ersten Kartografien eines Leonardo da Vinci zusammen mit optischen Geräten zur Vermessung und Naturbeobachtung in die Kategorie der Scientifica und der Orientierung. Sie simulieren schon vor jeder Erfindung der Luftfahrt die Vogelperspektive und sind Grundlage der Flugroutendarstellung sowie der Erdbeobachtung aus großer Höhe. Für Reisende konnotieren sie mit Zielort, Wegstrecke, Entdeckerfreude und Reiselust.

Ulrike Heydenreich

„Ich bin Romantikerin, die an der Bauhaus-Universität Weimar studiert hat.“ Mit diesem scheinbar paradoxen Bekenntnis umreißt Ulrike Heydenreich die beiden Pole, zwischen denen sich ihre künstlerische Arbeit bewegt. Bauhaus – da denkt man an weiße Kuben, strenge Formen und klare Raumgliederungen. Heydenreich verzichtet tatsächlich auf Farben, die ihrer Ansicht nach die Konzentration auf ihre Bilder und in ihren Bildern stören würde” schreibt Dr. Petra Langenfeld über die Künstlerin. Sie nimmt damit ein wesentliches Leitmotiv der lichten, weissen Architektur des Münchner Flughafens auf.

Die Kartografie faszinierte Künstler/innen in allen Epochen, Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Hans Holbein und viele unbekannte Meister begeisterte die Möglichkeit auf diese Weise in alle Winkel der Welt zu reisen. In ihrem Bergpanorama entwirft Heydenreich eine ideale Landschaft. “Die Wahrnehmung von Landschaft wird letztlich aus den Bildern geformt, die wir seit Jahrhunderten von ihr zusammentragen. Und das Landschaftsbild als solches ist seit jeher eine – großartige – Fiktion gewesen.”! Der Münchner Flughafen wird von vielen Reisenden mit seiner Nähe zu den Alpen in Verbindung gebracht. Im Kontext mit den Kartografen weitet sich der Blick in ferne Länder.

Die ausgesprochen schlüssige Idee, mit ihren inhaltlichen Bezügen im Satelliten und Terminal 2 überzeugte die Jury von allen Entwürfen am meisten. Das wiederkehrende Motiv des Kompasses verbindet beide Orte auf ästhetisch feine und ansprechende Weise. Alle Interventionen ergänzen sich zu einem stimmigen Gesamteindruck. Besonders gelungen erschien der Jury auch die Einbindung der Arbeiten in die Architektur. Alle beschriebenen Eingriffe erweitern die Räume in eine neue Dimension.

Preisträger Lothar Seruset mit der  Skulptur “Fliegen” 

Der Traum vom Fliegen ist ein sehr alter Traum. Viele verunglückten mit selbstgebauten Flügeln und Maschinen. Doch wie jede grosse Vision wurde das Fliegen letztendlich realisierbar und damit menschenmöglich. Und die Entwicklung ist auf diesem Gebiet ja noch lange nicht abgeschlossen! Heute geht es eher darum die Technik so weit auszufeilen, dass sie ökologisch verträglicher wird. Lothar Seruset nimmt diese Gedanken in seiner Umsetzung der Wettbewerbsidee auf.

Ein Mensch, kein bestimmter, steht auf einer abstrahierten Weltenkugel, fest auf seinen beeindruckend grossen Füssen. Ein Erdenwesen, das erkennt, wie sehr es im wahrsten Sinne des Wortes auf den Boden unter seinen Füssen angewiesen ist. Und doch hat dieses Wesen im Kopf die Idee des Fliegens, des Abhebens, der Leichtigkeit. Zwischen diesen Polen – sich ganz behende in die Luft heben zu können und gleichzeitig den Nährboden Erde nicht zu verlieren – stehen wir in unserer Menschheits-entwicklung. Grossartige technische Erfindungen liessen sich in den letzten Jahrhunderten verwirklichen. Nun ist die Frage, wie wir damit das Überleben auf diesem Planeten auch für zukünftige Generationen sichern!

Die Idee vom Fliegen – und deren Ausführung – liegt in Menschenhand, unsere Figur hier hält und trägt sie. Zu dieser Handhaltung hat Lothar Seruset ein Foto von Franz Josef Strauß gefunden, in dem er ganz spielerisch ein Flugzeug hält, fast so, als würde es wie ein Vogel von seiner Hand fliegen.

Jene Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Fliegens, die Leidenschaft dafür scheint Franz Josef Strauß sehr bewegt zu haben. Es werden immer wieder Geschichten kolportiert, wie er Wind und Wetter trotzte, auch wenn seine Mitreisenden die Angst eher am Boden gehalten hätte.

Vielleicht ist dieser Zug in Beziehung zu setzen zu seinem Hang zur Provokation, zum Widerspruch. Vielleicht sah er sich auch als eine Art Ritter, allerdings nicht zu Pferd, sondern per Flugzeug, der in die Welt hinaus wollte. Das Zitat hier in der Säule verweist auf einen Vers des Dichters Conrad Ferdinand Meyer in seinem Epos „Huttens letzte Tage“ über einen kranken Ritter und Reformator: Ich bin kein ausgeklügelt Buch. Ich bin ein Mensch in seinem Widerspruch.“ Franz Josef Strauß hat das noch erweitert mit „Ich bin weder Heiliger noch Dämon“, denn für beide Sichtweisen auf seine Persönlichkeit gab und gibt es genügend Anhänger und Anhängerinnen.

Der Widerspruch ist also das zweite Thema, das sich in diesem Kunstwerk spiegelt, der Widerspruch von Himmel und Erde, abheben und auf dem Boden bleiben, Technikfreude und ökologische Verantwortung – und natürlich auch in der Form des Protestes, der Anfechtungen und Polarisierungen, die Franz Josef Strauß in seiner Person hervorrief – und selbst gern provozierte.

So befinden sich an zwei Seiten der Standsäule Reliefs. Eines mit dem erwähnten Zitat, das andere portraitiert Franz Josef Strauß im Cockpit, inspiriert von einem Foto aus den 60er Jahren.

Lothar Seruset

Lothar Seruset ist ein nachdenklicher Künstler. Er polarisiert nicht. Es liegt ihm fern andere zu bewerten und zu beurteilen. Seine Kunst erzählt uns etwas über das Leben, über die Menschen, unsere Zeit, unsere Ideen, unsere Versuche zu gestalten, vielleicht damit zu scheitern, etwas weiter zu verfolgen.

Ganz erdenhaft erkennt man in den Figuren von Lothar Seruset die Eingriffe, den handwerklichen Prozess. Die Kerben und Schnitzer erleben wir wie Metaphern zu den Lebenszeichen der Zeit, eingegraben in Gesichter und Körper. Im Gegenüber der Skulptur wird die eigene Körperlichkeit umso deutlicher und spürbarer. Das ist ihre große Stärke. In diesen Ausmassen gewinnt die Proportion zur menschlichen Größe eine ganz eigene Dimension. Und in ihrer organischen Formgebung ist diese Figur eine gezielt ausgewählte Ergänzung zum architektonisch eher streng geometrisch und technoid ausgerichteten Umfeld.

Mit ihrer rauen Oberfläche, ihrer gezielt eingesetzten Farbigkeit bringt Lothar Seruset in jedem Werk eine unverwechselbare Haltung zum Ausdruck. Nur in ihrer stoisch-selbstvergessenen Gelassenheit ähneln sie sich. Auf geniale Weise schnitzt, schneidet, hackt und sägt er sie zurecht. Wie jeder wirklich gute Bildhauer macht er damit etwas sichtbar, was uns sonst verborgen geblieben wäre.

Preisträger Hubert Maier mit der Skulptur “Urgestein” 

Neben dem Entwurf von Lothar Seruset wurden im begrenzt offenen Wettbewerb “Kunst am Bau Flughafen Muenchen” auch Vorschläge von  Hubert Maier, Magdalena Jetelova, Ute Lechner und Hans Thurner und Lucy Teasdale angefragt. Die Jury mit Vertretern und Vertreterinnen des Flughafens und den Fachjuror und Jurorinnen Dr. Roger Diederen von der Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung, Elisabeth Mehrl, Leiterin des Kunstvereins Rosenheim und Prof. Reese-Heim wählten unter den anonym eingereichten Ideen den Entwurf von Hubert Maier zum Zweiten Sieger.

Dieser Portraitentwurf von Hubert Maier war sicher für die gesamte Jury eine Überraschung. Zum Einen erwartet man bei zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern eigentlich kein realistisches Porträt! Die Büste ist eher ein Relikt des 19. Jahrhunderts. Und als nach der Entscheidung die Namen der Künstlerinnen und Künstler aufgedeckt wurden, war man auch sehr überrascht, dass diese Arbeit von Hubert Maier stammte, der für seine abstrakten Objekt- und Dingwelten bekannt ist.

Dabei versteckt sich beim zweiten Hinsehen genau die Mischung aus Idee, Handwerk und Kunst, die für Hubert Maiers Arbeiten so typisch sind. Nach dem ersten Tonmodell, das er traditionell mit der Hand aufbaute, nutzte er die neuesten technischen Computerberechnungen, um eine Negativform nach seinem Modell erstellen zu lassen, nach der er annähernd 100 Granitplatten zurechtschnitt und brach, um daraus ein Portrait zu formen, das nun jeder und jede, der oder die FJS kannte, sofort zuordnen kann.

Was unsere Auftraggeber sagen:

Wir haben dank Ihrer Hilfe eine wirklich gute Lösung gefunden, vielen Dank!
Dr. Michael Kerkloh, Geschäftsleitung, Flughafen München

Ich bin begeistert von dem Konzept und so wie ich mich weltweit schon umgesehen habe, ist das wieder genau das, was den Flughafen hier so einzigartig macht.
Andreas Sander, Architekt und Gestaltungsbeirat Flughafen München

Slideshow zum Wettbewerb Kunst am Bau Flughafen Muenchen – zum Durchklicken

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